Archive for Mai, 2010

Das fahrende Wohnzimmer

Mittwoch, Mai 19th, 2010

Die Fahrt in der Bahn vergleichbar mit einem anonymen Wohnzimmer. Jeder kennt sich. Keiner spricht miteinander. So wie ein Ehepaar nach schon fünf Jahren Ehe beim abendlichen Fernsehen. Die Fahrt ähnelt einem täglichem Deja Vu bei 80 Kilometer Durchschnittsgeschwindigkeit. Die Bewohner starren stumm und leer vor sich her. Nicht alle können Morgenmuffel sein. Selbst ein Altersheim auf Reisen ist aktiver. Einige grüßen sich ohne weiter zu sprechen. Viele tun beschäftigt. Das Handy als Begleiter, alsFreund, als Beschäftigung oder auch als Mittel der Abschottung. Die Zeit der Reuse als Ladezeit für die persönlichen Batterien zu nutzen ist schwer. Ein jeder versucht die Fahrtzeit scheinbar zu nutzen. Telefonieren in der Bahn ist eine Störund der Privatsphäre - für die Zuhörer und auch den Telefonierer. Bürger aus dem Ausland unterhalten sich offen in kleinen Gruppen. Sie werden nicht verstanden. Die Privatsphäre scheint gerettet. Die Reise im täglichen Wohnzimmer ist eine Zweckgemeinschaft. Ähnlich wie bei Wohngemeinschaften oder beim Grossteil von Paaren oder auch Ehen. Warum auch nicht? Die Arbeit kommt nicht einfach nach Hause. Und was sollen alle die Kindheitsträume machen. Lokführer aus Leidenschaft. Gerade setzt jemand seine Fliegensonnenbrille aus Italien, welche Geiser als das Gesicht ist, auf die Nase. Draußen prasselt der Regen an die Scheiben bei acht Grad Aussentemperatur. Gegenüber wird ein Riesenkopfhörer - welcher den besten Sound haben soll auf. Super Rap. Jetzt geht die Party ab. Ein Südländer ist dabei sich zu radikalisieren mittels seines blechernen Lautsprechers aus dem Handy mit ein paar Koran anmutenden Versen. Bildung gepaart mit Hypnose auf der Fahrt in das Büro.

Die Welt hat wichtige Themen

Mittwoch, Mai 12th, 2010

Frau Klum stolziert am Strand herum und zeigt sich um knappen Bikini dank ihres Fitness-Trainings nach vier Kindern. Ja - sie ist für die Kameras nicht älter geworden. Frau Sarkozy kommuniziert stolz das Zuspätkommen bei wichtigen Staatsgästen begründet mit ein paar Schäferstündchen im Vorfeld. Frau Merkel ist immer nih stolz auf alles was sie leistet in sieht keinen Grund für die Unzufriedenheit in der Republik. Sie hat alles im Griff. Herr Obama findet das dass iPad und die anderen neuartigen Kommunikationswerkzeuge die heutige Jugend kommunikativ versauen und die Bildung auf Dauer zerstören. Das Ganz-Jahres-Sommerloch ist da. Wichtig ost was nicht interessiert und leichte Kost ist. Wen interessieren Heidi und der Wolf aus Afrika mit seinen vier Geisslein. Und Meldungen von einer Kanzlerin, die nur im Rampenlicht mit einem vögelndem dummen Staatsminister stehen will. Die wichtigen Nachrichten kommen verspätet oder gar nicht bzw. dann wenn nichts mehr zu retten ist. Aber das will auch bei genauer Betrachtung keiner hören. Denn auf die Strasse gehen und für die wichtigen Sachen zu kämpfen, das ist anstrengend. Die Griechen zum Neispiel gehen auf die Strasse. Auch dann wenn sie nicht sparen wollen. Frau Merkel wird schon wieder Geld geben. Das ist ein wichtiges Thema. Und ansonsten lesen wir lieber neues von Sandra, Jennifer, Heidi und den anderen.

Jeder Tag ist ein schöner Tag v

Dienstag, Mai 11th, 2010

Sie sind laut und manche können nicht schlafen. Wir wachen auf mit diesem wundervollem Gezwitscher des Lebens. Hell erklingt der Vogelgesang über dem Fenster. Gemischt mit dem elektronischem Wecker des Mobiltelefons. Herrlich der neue Tag ist da. Wenn auch Regen die Woche bestimmt. Heute morgen ist die Sonne der Boss am Himmel. Die Gemüter sind positiv gestimmt. Bis zum Nachmittag, wenn der Himmel die Felder mit fruchtbarem Wasser beflutet und das grau über die Menschen niederläßt. Die Tristesse der Untergangsstimmung hält uns gefangen in seinem Bann. Viele bedienen sich der kleinen blauen, roten und auch weißen Helferlein, um wieder sehr gut gelaunt vor allen anderen zu sein. Die Kraft kommt immer weniger von uns selbst. Von alleine kommt immer weniger Antriebskraft. Die Zeiten des internen Eigenhilfe sind vorbei. Ein jeder träumt davon sich im Ausland, dort wo immer gutes Wetter herrscht sich nieder zu lassen. Die Laune ist dann garantiert allzeit bestens. So einfach kann das Leben sein. Wer dem Fernsehen glaubt hat es gut. Heute und die nächsten Tage wird es Regen geben. Zum Glück ist dazwischen ein oder zwei Feiertage.